Experteninterview: Demenzen – mehr als nur Alzheimer

Rosa Bartel - Montag, 23.11.2020
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Zwei Gespräche über Demenzerkrankungen und ihre gesellschaftliche Relevanz.

“Mein erster Wunsch wäre, dass es uns angehen muss”, sagt PD Dr. Jan Jungehülsing, Chefarzt der Neurologie, Jüdisches Krankenhaus Berlin. In Deutschland leben nach jüngsten Schätzungen rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Verschiedene Hochrechnungen der Bevölkerungsentwicklung prognostizieren einen Anstieg bis zum Jahr 2050 auf bis zu 2,8 Millionen. Das macht es wahrscheinlich, dass in Zukunft Ärzt:innen aller Fachrichtungen immer häufiger mit demenzerkrankten Patient:innen in Kontakt kommen werden. PD Dr. Jan Jungehülsing sieht die Gesellschaft, aber auch die Ärztinnen und Ärzte in der Verantwortung: “Wir müssen uns damit beschäftigen.” 

Wann man also als Mediziner:in aufhorchen sollte, wenn Angehörige oder andere Betroffene von Gedächtnisstörungen berichten und warum eine ausführliche Differentialdiagnostik und Anamnese immer am Anfang der Verdachtsdiagnose Demenz stehen sollte, besprechen wir in der ersten Episode unseres Podcasts. Außerdem finden wir Antworten auf die Fragen: Wie nähere ich mich der Diagnose Demenz? Welche Untersuchungen kann ich auch als Nicht-Neurolog:in leisten? Und wie kommuniziere ich richtig mit den Betroffenen und ihren Angehörigen?

In der zweiten Episode vertiefen wir, warum eine gute Beziehung zu den Patient:innen und Angehörigen auch in Bezug auf die therapeutischen Maßnahmen essentiell ist und was das mit dem Führen eines PKWs zu tun hat. Außerdem verrät uns PD Dr. Jan Jungehülsing, warum er jeder und jedem dazu rät, mit dem Tischtennis spielen anzufangen und warum nicht jede Demenz gleich Alzheimer ist.

 

Weitere Informationen zur Podcast-Folge und relevanten AMBOSS-Inhalten: Demenz, vaskuläre Demenz, Morbus Alzheimer und frontotemporale Demenz